Stadtpfarrfriedhof

Stadtpfarrfriedhof

Friedhofstraße 1
A-2500 Baden
Tel.: +43 2252 87928
Fax: +43 2252 87928-4
friedhof@heiduk.at

Verwalter
: Friedrich Heiduk
Kanzlei
: Alexandra Beier
Mo bis Fr 10.00h–11.00h
und 14.30h–16.00h

Der Friedhof liegt im Süden der Stadt an der Umfahrungsstraße bei der Abfahrt zur Dammgasse Richtung Traiskirchen/Pfaffstätten.

Größere Kartenansicht

Stadtpfarrfriedhof EingangHeute umfasst der Stadtpfarrfriedhof eine Fläche von 6,23 ha, davon entfallen ca. 16.000 m² auf Wege und ca. 4.000 m² auf Wiesenflächen. Es sind rund 9.000 Grabplätze vorgesehen, ein Viertel davon ist aber derzeit nicht vergeben. Pro Jahr finden ca. 200 Begräbnisse statt.

Auch zahlreiche Ehrengräber befinden sich auf unserem Friedhof. Neben lokal bedeutenden Persönlichkeiten haben auch weithin bekannte Personen wie zum Beispiel der Komponist Wenzel Müller (†1835) oder der Librettist Richard Genée (†1895) hier ihre letzte Ruhestätte.

Geschichte des Stadtpfarrfriedhofs

Schmidtkapelle am StadtpfarrfriedhofWie in früheren Zeiten üblich, befand sich auch der Friedhof der Pfarre Baden-St. Stephan ursprünglich rund um die Kirche. Aufgrund des Wachstums der Stadt kam es 1785 zur Auflösung dieses Friedhofes und zur Verlegung auf ein Grundstück, das etwa an der heutigen westlichen Ecke Kaiser Franz-Ring/Welzergasse lag.

Wegen „Sanitätswidrigkeit“ erfolgte nach langen Verhandlungen mit den Behörden schon 1812 die weitere Verlegung des Friedhofs in den Süden der Stadt. Dieser Friedhof entsprach dem „alten Teil“ (Gruppen 1 bis 6) des heutigen Friedhofs. 1843 wurde die schon früher von Frau Anna Schmidt gestiftete Friedhofskapelle eingeweiht. 1866 erfolgte die Errichtung einer Hütte „zur Aufbewahrung verschiedener Gegenstände für die Einsegnung“ und eines kleinen Hauses mit zwei Wohnräumen für den Totengräber.

Schiestlkreuz am Stadtpfarrfriedhof1868 wurde der Friedhof nach Norden erweitert (heutige Gruppen 7, 8, 13, 14 und 15). Dieser Teil erhielt einen eigenen Brunnen und ein eigenes Eingangsgitter. Der Kuratbenefiziat von St. Peter in Wien, Anton Schiestl, stiftete ein großes Kruzifix mit vergoldetem Korpus.

1886 erfolgte der Erwerb eines weiteren Grundstücks zur Friedhofserweiterung, die heutigen Gruppen 9 bis 12 und 16 bis 19. 1909 wurde das Totengräberhaus samt Aufbahrungs- und Einsegnungsräumlichkeiten neu errichtet.

1932 erhielt der Friedhof seine heutige Größe durch eine letzte Erweiterung. Allerdings war ursprünglich der heutige „Russenfriedhof“ Teil unseres Stadtpfarrfriedhofes. 1950 musste dieser Teil an die Stadtgemeinde abgetreten werden als Begräbnisstätte für die Toten der sowjetischen Armee und Besatzungsmacht.

1962 wurde die neue Aufbahrungs- und Einsegnungshalle der Stadtgemeinde Baden eingesegnet.

Seit den 90-er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden nach und nach baufällige Grabaufbauten aufgelassener Gräber beseitigt und die Flächen begrünt, sämtliche Wege wurden gepflastert und die Friedhofsmauer renoviert und teilweise erneuert.


Bilder: © N. Ruttner 2012