Herzlich willkommen in der Pfarre Baden-St. Stephan!

Seit nunmehr 700 Jahren ist St. Stephan eine eigenständige Pfarre im Herzen der Kurstadt Baden.

Unsere Kirchen laden ein zum andächtigen Verweilen und zur Feier der Liturgie. Die Stadtpfarrkirche, in ihrem Grundbestand noch älter als die Pfarre, ist geprägt durch Elemente aus allen Stilepochen von der Romanik des 12. Jahrhunderts bis zum 20. Jahrhundert. Die Frauenkirche, ehemalige Klosterkirche der Augustiner-Eremiten und später Hofkirche der Kaiser bei ihrem Aufenthalt in Baden, ist heute Jugendzentrum des Dekanats Baden.

In unserem Pfarrgebiet wohnen derzeit ca. 5.400 Katholiken. Geprägt ist die Pfarre aber auch durch die Kuranstalten, aus denen die Kurgäste zahlreich unsere Angebote annehmen.

An alle Generationen und verschiedenste Interessen richtet sich das vielfältige Angebot unserer Pfarre. Informieren Sie sich auf unserer Homepage darüber und nehmen Sie persönlich an unserem Pfarrleben teil!

Advent – Zeit der freudigen Erwartung!

Die dunkelste Zeit im Jahr ist für viele Menschen nur schwer zu ertragen. Aber das Dunkel des frühen Morgens erachtet jedoch als höchst passender Ausdruck unserer Adventshaltung. Schon der erste Brauch ist ein herrliches Gleichnis des menschlichen Suchen und Mühens aus Dunkelheit und Nacht nach göttlichem Licht: der Weg zur Rorate. Zugleich lenkt dieser frühe Zeitpunkt den Blick auf die Gottesmutter. Es entspricht durchaus dem Geiste des Adventes als der Vorbereitung auf Weihnachten, wenn die Gläubigen im Advent in der Morgendämmerung zur Kirche kommen.

Eigentlich ist es merkwürdig: Nie wird der Tau so ausdauernd besungen wie gerade in den winterlichen Rorate-Gottesdiensten. Die Rorate-Gottesdienste haben ihren Namen von lateinischen Eröffnungsvers (Introitus), der mit einem Wort aus dem Buch Jeseja (Jes 45,8) beginnt: „Rorate caeli desupur et nubes pluant istum - Taut, ihr Himmel, von oben, ihr Wolken, lasst Gerechtigkeit regnen!“ Wir alle kennen den Tau, wissen, wie er sich anfühlt – aber vom Sommer her, wenn auf den morgendlichen Wiesen Millionen und Millionen kleiner Tropfen glitzern und die bloßen Füße benetzen. Und doch passt der Tau, gerade weil er so zart, so vergänglich ist, in diese winterlichen Gottesdienste. Das Entstehen des Taus geschieht im Stillen, im Verborgenen; er ist am Morgen einfach da. Doch er ist vergänglich, der Tag bedeutet sein Ende, die Sonne lässt ihn vergehen. Der Tau ist ein Kind der Nacht – geheimnisvoll entsteht er, kein Mensch ist Zeuge seines Werdens. So wird er zum Sinnbild für die Menschwerdung Gottes selbst, für die Geburt Christi in der Mitte der Nacht:“ Ich habe dich gezeugt noch vor dem Morgenstern, wie den Tau in der Frühe.“ (Ps 110, 3b) Auf ihn lassen sich auch die Worte des Jesaja beziehen, der über den Gottesknecht sagte, dass er nicht lärme und nicht Gewalt anwende (Jes 42,2). Im Kommen geheimnisvoll, äußerlich unscheinbar und doch voller Segen: Jesus Christus ist wie der Tau in der Frühe.

So wünsche ich Ihnen durch die rechte Besinnung auf Gott, dass Sie Freude erleben im Weihnachtsfest und allzeit Segen erfahren im Jahre 2015!

Ihr Kaplan
P. Tamas