Herzlich willkommen in der Pfarre Baden-St. Stephan!

Seit über 700 Jahren (das Jubiläum feierten wir im Jahr 2013) ist St. Stephan eine eigenständige Pfarre im Herzen der Kurstadt Baden.

Unsere Kirchen laden ein zum andächtigen Verweilen und zur Feier der Liturgie. Die Stadtpfarrkirche, in ihrem Grundbestand noch älter als die Pfarre, ist geprägt durch Elemente aus allen Stilepochen von der Romanik des 12. Jahrhunderts bis zum 20. Jahrhundert. Die Frauenkirche, ehemalige Klosterkirche der Augustiner-Eremiten und später Hofkirche der Kaiser bei ihrem Aufenthalt in Baden, ist heute Jugendzentrum des Dekanats Baden.
In unserem Pfarrgebiet wohnen derzeit ca. 5.400 Katholiken. Geprägt ist die Pfarre aber auch durch die Kuranstalten, aus denen die Kurgäste zahlreich unsere Angebote annehmen.

An alle Generationen und verschiedenste Interessen richtet sich das vielfältige Angebot unserer Pfarre. Informieren Sie sich auf unserer Homepage darüber und nehmen Sie persönlich an unserem Pfarrleben teil!

Liebe Pfarrgemeinde!

Titelbild 2017-03 HPAm Aschermittwoch werden wir zur Bekehrung und zum Glauben gerufen. Auch in diesem Jahr werden wir eingeladen zu bedenken, was wir tatsächlich sind und was die Wirklichkeit des Evangeliums ist. Aufs Neue entdecken wir: Unserer Nichtigkeit, Schwachheit und Brüchigkeit kommt Gott mit seinem Sein, mit seiner Treue und barmherzigen Liebe entgegen.

Wir sagen „Fastenzeit“, aber es handelt sich nicht nur um fasten. Wichtig ist nicht nur, dass wir uns am Gebot der Enthaltsamkeit festhalten. In uns muss etwas fest gemacht werden. Was? Der Glaube! Trotz aller Vorläufigkeit des Alltags und uns angeborener Schwachheit möchte Gott uns wieder die Gnade des festen Glaubens schenken. Die Fastenzeit ist ja zuerst eine Zeit der Vertiefung des Glaubens.

Die Evangelien, die wir im März hören, sind exzellent. Da unser Glaube durch die Versuchungen auf die Probe gestellt wird, zeigt uns die Kirche zuerst, wie Jesus gegen den bösen Geist kämpft. Zunächst kommt das Licht der Verklärung Christi, damit wir in dunkle Erfahrungen des Kreuzes mit Hoffnung eintreten können. Dann kommt die Samariterin mit ihrer komplizierten Geschichte und Jesus verspricht ihr die Gabe des Heiligen Geistes. Am vierten Fastensonntag sieht der Blindgeborene die Macht der Liebe Gottes. Das Wort der Sonntagliturgien in der Fastenzeit ist ein Meisterstück der Einführung in den Glauben. Lassen Sie ES sich einfach schmecken! Beim Hören und Lesen wird Ihr Glaube vertieft. Der Geschmack des Glaubens ist allen an-deren Geschmäcken überlegen. Er kann uns aus der möglichen Entfremdung des irdischen Lebens entführen und zum Ewigen Leben verführen, damit wir nie mehr in Versuchung geführt werden.

Wenn wir im Glauben unsere Taufe wiederentdeckt haben, fällt es uns leichter die Gnade der Versöhnung anzunehmen. In St. Stephan wird das Versöhnungsfest am 29. März gefeiert. Übrigens gibt es Beichtgelegenheit öfters in unseren Kirchen. Gott wartet geduldig.

Jeden Freitag laden wir Sie zum Kreuzweg ein, um das Leiden Christi gemeinsam zu betrachten. Jesus ist diesen Weg ja aus Liebe zu uns gegangen.

Ihr Kaplan Such

Foto: Der Glaube – allegorische Darstellung auf dem Schalldeckel der Kanzel in der Stadtpfarrkirche; © N. Ruttner