Herzlich willkommen in der Pfarre Baden-St. Stephan!

Seit über 700 Jahren (das Jubiläum feierten wir im Jahr 2013) ist St. Stephan eine eigenständige Pfarre im Herzen der Kurstadt Baden.

Unsere Kirchen laden ein zum andächtigen Verweilen und zur Feier der Liturgie. Die Stadtpfarrkirche, in ihrem Grundbestand noch älter als die Pfarre, ist geprägt durch Elemente aus allen Stilepochen von der Romanik des 12. Jahrhunderts bis zum 20. Jahrhundert. Die Frauenkirche, ehemalige Klosterkirche der Augustiner-Eremiten und später Hofkirche der Kaiser bei ihrem Aufenthalt in Baden, ist heute Jugendzentrum des Dekanats Baden.
In unserem Pfarrgebiet wohnen derzeit ca. 5.400 Katholiken. Geprägt ist die Pfarre aber auch durch die Kuranstalten, aus denen die Kurgäste zahlreich unsere Angebote annehmen.

An alle Generationen und verschiedenste Interessen richtet sich das vielfältige Angebot unserer Pfarre. Informieren Sie sich auf unserer Homepage darüber und nehmen Sie persönlich an unserem Pfarrleben teil!

Statue Auferstandener frei

Grüß Gott

Zwischen Ostern und Pfingsten erstreckt sich die fünfzigtätige Zeit der österlichen Gnade. Wenn wir 40 Tage der Vorbereitung auf die Auferstehung Christi gut gelebt haben, kommen jetzt 50 Tage des Friedens, obwohl nicht unbedingt der Ruhe.

Im April empfangen fast 50 Kinder in unserer Pfarre die Erstkommunion. Kurz vorher beichten sie auch das erste Mal im Leben. Schon seit Jänner ist die direkte Erstkommunionvorbereitung in Gang. Das bedeutet viel Arbeit für Eltern, vor allem für die Tischeltern und besonders für unseren Pastoralassistenten, Herrn Norbert Ruttner. Ihnen allen: Vergelt´s Gott für die herzliche Hingabe.

Wir erinnern uns an unsere erste Kommunion. An ihrem Tag versammelte sich wohl die ganze Familie. Es ist eine tiefe Gemeinschaft entstanden, die in der Eucharistiegemeinschaft mit Jesus Christus verwurzelt war, besonders in seiner Auferstehung.

Die Gabe des Sieges über den Tod hinaus übersteigt alle möglichen Geschenke, die man an diesem Tag bekommt. Die Geschenke sind uns lieb, weil sie uns an unsere lieben Gäste erinnern. Das ist auch richtig. Jede Heilige Kommunion aber schenkt uns sowohl die horizontale Gemeinschaft mit anderen Menschen als auch die vertikale Gemeinschaft mit dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist. Unsere persönliche, menschliche Geschichte wird auf diese Art und Weise zu unserer Heilsgeschichte.

Wenn wir den Leib Christi aufnehmen, strecken wir oft unsere Hände aus. Wir zeigen sie leer und so drücken wir unsere Armut aus. Gegenüber den Ereignissen des alltäglichen Schicksals finden wir häufig keine Antwort, keine Kraft in uns. Manche von uns gestalten dabei mit ihren Händen die Form des Kreuzes. Anscheinend erwarten sie von Christus die Auferstehungskraft, um das tägliche Kreuz tragen zu können. Unser Leben und unsere Geschichte sind ein Geheimnis. Nur aber das Geheimnis der Eucharistie kann alle unseren irdischen Schickale umarmen und begreifen und zwar mit der Macht der bis in den Abgrund der Schwachheit reichenden Liebe.

Wenn wir mit kindlichem Vertrauen Eucharistie empfangen, gehen wir in den Frieden mitten in unserer unruhigen Welt hinein.

Ihr Kaplan
Paul Such