Herzlich willkommen in der Pfarre Baden-St. Stephan!

Seit nunmehr 700 Jahren ist St. Stephan eine eigenständige Pfarre im Herzen der Kurstadt Baden.

Unsere Kirchen laden ein zum andächtigen Verweilen und zur Feier der Liturgie. Die Stadtpfarrkirche, in ihrem Grundbestand noch älter als die Pfarre, ist geprägt durch Elemente aus allen Stilepochen von der Romanik des 12. Jahrhunderts bis zum 20. Jahrhundert. Die Frauenkirche, ehemalige Klosterkirche der Augustiner-Eremiten und später Hofkirche der Kaiser bei ihrem Aufenthalt in Baden, ist heute Jugendzentrum des Dekanats Baden.

In unserem Pfarrgebiet wohnen derzeit ca. 5.400 Katholiken. Geprägt ist die Pfarre aber auch durch die Kuranstalten, aus denen die Kurgäste zahlreich unsere Angebote annehmen.

An alle Generationen und verschiedenste Interessen richtet sich das vielfältige Angebot unserer Pfarre. Informieren Sie sich auf unserer Homepage darüber und nehmen Sie persönlich an unserem Pfarrleben teil!

Lobet und preiset ihr Völker den Herrn!

Diese Zeit im Jahr mag ich besonders. Die Welt ist so schön bunt. Es ist jedes Jahr im Herbst einfach fantastisch zu staunen über die Schöpfung und die Schöpfungsgüter, so wie diese Tage sie schenken, wie man sie in der Natur wahrnehmen kann: Bunte Blätter an den Bäumen, Früchte, reifes Obst und Gemüse. Gott als Ursprung allen Lebens, der Werden und Wachsen lässt, wird eingeführt. Ihm wollen wir danken für die Gaben des Lebens. Diese Tage öffnen uns jedes Jahr neu die Augen für all das Schöne, das uns geschenkt wird. Darum feiern wir Erntedank.
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Erntedank gehört zu den ältesten Festen der religiösen Traditionen. Schon im 3. Jahrhundert soll Papst Calixtus und im 8. Jahrhundert der König der Franken, Pippin, Dankgottesdienste für die gute Ernte angeordnet haben. Das Fest ist Ausdruck des Schöpfungsglaubens, dass alles Leben von Gott kommt und in Gott eingeht. Darum geht der Dank für das Leben und die Früchte der Erde und der menschlichen Arbeit einher mit dem Gedanken des Teilens. So wie Gott die Macht des sich liebenden Mit-Teilens ist lebt unser aller Leben vom Teilen. Beim Erntedank denken wir in den Gottesdiensten aber nicht nur an all die guten Gaben, die Gott uns schenkt, sondern auch an die Menschen, denen das Nötigste fehlt.

Auch Psalm 67 und 145 erinnern uns daran: Es danken Dir, Gott, die Völker! Gottes Segen und der Reichtum gehören allen, stehen allen Völkern bereit. Deshalb richten wir zu Recht unsere Augen auf Gott, den Schöpfer dieser Erde, an dessen Segen unser Leben und das der ganzen Welt hängt. Dies weiß der Verfasser des Psalms und betet in einem tiefen Vertrauen zu Gott: Gerecht ist der Herr in allem, was er tut, voll Huld in all seinen Werken. Der Herr ist allen, die ihn anrufen, nahe, allen, die zu ihm aufrichtig rufen.ì (Ps 145,17-18) Denn der Beter hat erkannt und er vertraut darauf, dass Gott uns Menschen nicht im Stich lässt, sondern dass Er für uns sorgt. Angesichts dieser Güte Gottes drängt es uns dazu, Gott zu loben, zu preisen und zu danken.

Ihr Kaplan
P. Tamas